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Herzlich willkommen im Saale-Paradies (TLZ, 3.9.08)

Jena. (tlz) Ein 30-Hektar-Terrain entlang der Saale zwischen Wiesenbrücke und Schleichersee soll Kerngebiet der Landesgartenschau 2013 sein, für deren Ausrichtung Jena sich unterm Motto "Saale-Paradies" bewirbt. Das berichteten gestern OB Dr. Albrecht Schröter (SPD) und Stadtarchitekt Dr. Matthias Lerm. Dabei habe sich Jena die Dienste des auf dem Feld der Gartenschau-Bewerbungen renommierten Landschaftsarchitekturbüros Prof. Rehfeldt gesichert, das eine Machbarkeitsstudien erstellte.

Neben Jena haben sich Mühlhausen, Gotha, Schmalkalden und Apolda entschlossen, am Bewerbungsverfahren teilzunehmen. Anfang November sollen die Kandidaten-Städte von der Jury bereist werden, ehe im Januar oder Februar 2009 eine Entscheidung fällt. Wie Matthias Lerm erläuterte, stehen 10 Millionen Euro - davon die Hälfte gefördert durch den Freistaat - für die Durchführung der Schau in Aussicht. 

Natürlich sei auch an ein begleitendes Zuschussprogramm der Stadt gedacht, ohnehin der OB gestern betonte: "Wir werden das Saale-Gebiet auf jeden Fall in den nächsten zehn Jahren entwickeln. Wir brauchten nur länger, wenn wir nicht den Zuschlag für die Gartenschau erhalten." In diesem Fall würde man die Einzelprojekte "in Jahresscheiben" realisieren. Spannend sei nun die Grundhaltung der Entscheidungsträger beim Land, wie Matthias Lerm erläuterte: Wolle man mit der Schau ein strukturarmes Gebiet fördern oder ein Aushängeschild des Freistaats?

Unstrittig ginge, so betonten OB und Stadtarchitekt, eine Neugestaltung des Saalegebietes mit einer Erhöhung der Lebensqualität in Jena einher, könnte so der Tourismus belebt werden. Überdies korrespondiere das Vorhaben mit dem bis Sachsen-Anhalt übergreifenden Projekt "Kulturlandschaft Mittleres Saaletal".

Matthias Lerm nannte Fixpunkte des Schau-Areals wie Volksfestgelände Gries, Wiesenstraße, Landveste, Paradies oder etwa den geplanten neuen Saale-Steg ("Lichtenhainer Brücke") beim Schleichersee. "Die große Chance, die wir sehen, ist, dass die Fläche überall zwischen Wohngebieten verläuft und eine Nachnutzung gegeben wäre." Zudem sei das Gebiet verkehrstechnisch gut angeschlossen (Saalewege, Bahn).

Auch an Details wie die Zugänge zur Gartenschau (Wiesenstraße, Landveste, Paradies, Rasenmühle, Lichtenhainer Brücke) ist bereits gedacht. Ja, sogar das "Brandruinen-Areal", das südlich an der Rasenmühleninsel anschließt, wird es anscheinend nicht mehr lange geben. Der OB: "Da gibt´s Gespräche, um eine baldige Lösung zu erzielen."

 

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