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Anlauf zum Saaleparadies (OTZ, 3.9.08)

Die Bewerbung für die Landesgartenschau 2013 ist fertig und wird jetzt diskutiert

Von OTZ-Redakteur Lutz Prager Jena. Die Bewerbung der Stadt Jena für die Landesgartenschau 2013 ist fertig. Am Donnerstag soll der Entwurf im Stadtentwicklungsausschuss diskutiert werden.

Unter dem Titel "Saaleparadies - Landesgartenschau Jena 2013" haben Dresdner Landschaftsarchitekten ein Konzept im Auftrag der Stadt entwickelt, das Ende des Monats bei der Landesgartenschaugesellschaft Hessen-Thüringen eingereicht werden soll.

"Kern des Ausstellungskonzeptes ist ein 30 Hektar großes Gebiet entlang der Saale zwischen Jenzigweg im Norden und dem Stadiongelände des Ernst-Abbe-Sportfeldes im Süden", erläutert Stadtarchitekt Dr. Matthias Lerm. Dieses Gebiet müsste während der Ausstellung eingezäunt werden und soll über fünf Eingänge erreichbar sein. An der Camsdorfer Brücke und an der Stadtrodaer Straße müssten neue Fußgängerunterführungen gebaut werden, um Besucherbetrieb und allgemeinen Verkehr in der Stadt trennen zu können.

Eine zentrale Funktion soll dem Paradiesbahnhof zukommen. "Wir wären die erste Gartenschau-Stadt mit einer so kompakten Verkehrsanbindung aus ICE, Regionalbahn, Straßenbahn, Bus, Rad- und Fußwegen", hebt Lerm eine wichtige Komponente hervor. Der Pkw-Verkehr soll direkt von der Autobahn zum Parkplatz am Stadion geführt werden, wo ein Parkdeck entstehen müsste.

Bestandteil der Machbarkeitsstudie ist auch eine neue Fußgängerbrücke in Höhe des Südbades, die den Arbeitstitel Lichtenhainer Brücke trägt. Entlang des Gartenschaugeländes soll ein Netz von Saalewegen entstehen, um den Fluss intensiv erleben zu können, so Lerm. Die große Veranstaltungsbühne ist auf der nördlichen Seite, am Gries vorgesehen. Dort würden während der Schau auch die großen Blumenhallen aufgebaut.

Ob Jena den Zuschlag erhält oder wie bei den vergangenen Landesgartenschauen in Pößneck und Nordhausen eher eine strukturschwache Gegend gefördert wird, das entscheidet sich spätestens im Januar/Febraur 2009.

 

"Die Pläne sind in jedem Fall nicht für die Schublade gedacht, denn bis auf die reine Ausstellung sollen alle anderen Veränderungen an der Saale ohnehin erfolgen", so Lerm. Aus eigener Kraft würde das allerdings rund zehn Jahre in Anspruch nehmen, schätzt der Stadtarchitekt. Würde Jena Gartenschau-Stadt, fließen dagegen reichlich Fördermittel.

 

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