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"Wir wollen die Stadt puschen" (TLZ, 8.4.08)

Jena. (tlz) Ein Paradies ist bekanntlich ein perfekter Ort der Harmonie und des Wohlbefindens. Geht man jedoch mit offenem Blick durch das Paradies in Jena, die Oberaue, kommen gleich mehrere Harmoniebrüche deutlich zum Vorschein.

Anfang des Jahres gründete sich im Roten Turm der Verein "Saalevision Jena - von Brücke zu Brücke" mit dem Ziel, das Paradies in den nächsten Jahren so zu gestalten, dass der Name wieder gerechtfertigt ist.

"Fast zwanzig Jahre nach der Wende ist die Zeit reif, den größten architektonischen Schatz, den wir hier haben zu heben", sagt Edgar Reisinger vom Verein. Gemeint sei das Saaleufer zwischen Autobahnbrücke und Kunitzer Brücke. Um möglichst schnell sichtbare Erfolge zu erreichen, werde zunächst der Fokus auf das Paradies gelenkt. "Wir wollen die Stadt ordentlich puschen, damit Rasenmühleninsel, Oberaue und Paradies in den nächsten zwei bis drei Jahren neu belebbar gemacht werden", sagt Reisinger. Dazu gehörten beispielsweise Gehölz am Ufer zu beseitigen für das Erschaffen von Sichtachsen und Zugängen zum Wasser, der Bau einer Uferpromenade und Fußgängerbrücke oder auch Dinge, wie das Beseitigen von Graffiti am Paradiescafé und anderen Gebäuden in der Oberaue.

"Wir sehen uns als Vermittler zwischen Stadt und Bürgern", sagt der Vereinsvorsitzende Edgar Reisinger. Gemeinsam mit zwei Mitstreitern von der SPD-Fraktionsarbeitsgruppe "Saaleaue" hatte er im letzten Jahr die Anfrage "Von Brücke zu Brücke: Jena an die Saale" erarbeitet. Diese sollte auf die Planungsarbeiten von "Boock und Partnern" aufmerksam machen, die zwar im Auftrag der Stadt im Jahr 2004 entstand, dann jedoch wenig Beachtung bekam. "Wir haben nun das Thema wieder aus der Schublade geholt", so Reisinger. "Wir wollen, dass dieser Entwurf zu einem verbindlichen Rahmenplan weiterentwickelt wird." 

Einen ersten Erfolg gibt es bereits: In der Stadtverwaltung wurde ein Planungsstab eingerichtet aufgrund der Bürgeranfrage. "In diesem Arbeitsstab wollen wir mitarbeiten und die Stadt konstruktiv begleiten bei der Gestaltung des öffentlichen Raumes in der Saaleaue."

 

 

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